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Mikroprojekte stellen sich vor: Gastspiel „Der elektrische Reiter“ im Alten Straßenbahndepot Kappel

///Mikroprojekte stellen sich vor: Gastspiel „Der elektrische Reiter“ im Alten Straßenbahndepot Kappel

Mikroprojekte stellen sich vor: Gastspiel „Der elektrische Reiter“ im Alten Straßenbahndepot Kappel

Klaus-Gregor Eichhorn holt zum wiederholten Mal eine Hamburger Theater-Company mit starken Chemnitz-Sympathien in die Stadt, um einen besonderen Orte mit einem packenden Stück zu einem großen Thema an der Grenze zwischen Pop und Philosophie zu bespielen. Nach dem Bankräuber-Drama „Hundstage“ in der alten Sparkasse an der Augustusburger Straße im Winter 2013 ist es nun „Der elektrische Reiter“, der am 13. April  ab 20 Uhr durch das alte Straßenbahndepot (jetzt Straßenbahnmuseum) in Chemnitz-Kappel galoppiert:

„Sonny Steele ist ein abgehalfterter ehemaliger Rodeo-Champion. Er ist tief gesunken und hat sich als Reklamecowboy an einen Lebensmittelkonzern verkauft. Er ist nur noch ein billiger Abklatsch seiner selbst. Zum Konflikt kommt es, als der Konzern das berühmte Rennpferd ‚Rising Star’ zum Firmensymbol macht. Um den Hengst ruhig zu stellen und für die Show-Auftritte gefügig zu machen, wird er mit Medikamenten vollgepumpt.

Als der elektrische Reiter von diesen Misshandlungen erfährt, stiehlt er das 12-Millionen-Dollar-Pferd, um es in der Wildnis in die Freiheit zu entlassen. Untermalt von romantischen Country-and-Western-Balladen, wird von einem Leben in unberührter Natur und von einem Amerika frei von Kommerz geträumt. Das Leitmotiv ist die Sehnsucht nach Freiheit. Zwar nicht mehr für sich selbst, dafür aber stellvertretend für das Rennpferd versucht Sonny, gegen alle Widerstände die Freiheit zu erkämpfen.“

Was ist das innere Wesen des Begriffs FREIHEIT, der uns so viel bedeutet und dem wir so vieles unterordnen?

Und wie perfekt passt die Geschichte zu einem Ort, an dem es zunächst 1880 die erste Pferdebahn in Chemnitz gab, die dann wenige Jahre später „elektrifiziert“, also zum „elektrischen Reiter“ wurde – und nun ein Museum ist, ein Kulisse aus Schmalspurbahn, sozialistischen Aufbauparolen und einem kleinen Bahnhof, der irgendwie mit seiner Mini-Turmuhr ganz schön an einen Western erinnert…

 

Wir freuen uns auf einen besonderen, tiefsinnigen, schrägen und unterhaltsamen Theaterabend (inklusive eines über ‚Freiheit‘ philosophierenden Pferdes) an einem speziellen Ort abseits der gewohnten Bühnen aber mitten in dem Chemnitz, das vielleicht den Titel „Kulturhauptstadt“ verdient hätte.

 

„Der elektrische Reiter“ auf Gastspiel in Chemnitz

am 13. April, 20 Uhr im Alten Straßenbahndepot Kappel

Zwickauer Str. 164, Linie 1, Haltestelle „Am Feldschlößchen“

 

Aftershow mit „Electric Turtles“(Leipzig/San Francisco) eine Stunde nach
Ende der Vorstellung in der „Zukunft“, Leipziger Str. 5 – Eintritt für Theatergäste frei

 

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2018-03-20T09:14:58+00:00 15. März 2018|0 Kommentare

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