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Die Idee

Warum bewirbt sich Chemnitz?

Die Idee 2017-07-18T08:44:36+00:00

Die Spannung zwischen Identität und Veränderung ist ein zentrales europäisches Thema. Ich bin überzeugt, dass Chemnitz eine starke, faszinierende Kulturhauptstadt sein kann.

Die Spannung zwischen Identität und Veränderung ist ein zentrales europäisches Thema. Chemnitz ist seit jeher geprägt von Umbrüchen, ist eine Stadt der Moderne ebenso wie eine Stadt, die für Dialog und Bürgerbeteiligung steht. Kultur ist in diesem Kontext von zentraler Bedeutung, sie trägt wesentlich zur Lebensqualität bei und stellt zudem einen bedeutenden Standortfaktor dar.

Von der langfristigen Entwicklung der Stadt über eine strategische Kulturentwicklung, die Stärkung des internationalen Profils und den Ausbau von Programmen, welche die Stadt für junge Menschen attraktiver machen sollen: Die Bewerbung als Kulturhauptstadt eröffnet Chemnitz einen breiten Spielraum, diese Herausforderungen anzunehmen und anzugehen.

Barbara Ludwig

„Und deshalb haben wir den Mut und das Selbstbewusstsein, die Idee, Kulturhauptstadt werden zu wollen, nun auf die Tagesordnung zu setzen. Chemnitz steht in Vielem exemplarisch für die Gegenwart und Zukunft Europas.

Unsere Stadt hat in der Vergangenheit Brüche erlebt, tiefgreifende Veränderungen, aber wir haben sie gemeistert. Das prägt uns und macht Chemnitz zu dem, was es heute ist. Wir haben keine Angst vor Neuem, sondern sind, manchmal zwangsläufig, Experimentierfeld. Und gerade jetzt geht es um Identität, Zugehörigkeit und Umgang mit Veränderung. Das haben wir vielfach und sogar sprichwörtlich mit unserem Stadtnamen erlebt. Veränderung gehört so sehr zum Lebensnerv von Chemnitz wie in keiner anderen deutschen Stadt. Und wir freuen uns darauf, entdeckt zu werden und zu überraschen.“

Dr. Christoph Dittrich

„Kultur ist viel mehr als Kunst. Sport gehört zum Beispiel dazu, Körperkultur, Essen, Mode, Kleingärten, Wissenschaft, Technik, Popkultur und noch so viel mehr“, meint Intendant Dr. Christoph Dittrich. „Kultur, das sind die Rituale unseres Alltags, die wir an unsere Kinder weitergeben.

Wenn es uns gelingt, aus all diesen Bereichen die Experten in unserer Stadt zu finden, mit ihnen gemeinsam an der Bewerbung zu arbeiten, dann haben wir eine wunderbare Schnittmenge aus allem, was uns ausmacht. Und wir haben zusammen eine Geschichte zu erzählen, die für Besucher aus ganz Europa spannend ist.“

Ferenc Csák

„Kulturhauptstadt wird man nur gemeinsam“, sagt Ferenc Csák, der 2010 die erfolgreiche Kulturhauptstadt-Bewerbung in Ungarn verantwortete. „Derzeit ist der absolut richtige Zeitpunkt, ein solches Vorhaben zu starten. Wichtig ist, eine Idee zu entwickeln, die das Besondere unserer Stadt als Teil Europas zeigt. Das Programm im Kulturhauptstadtjahr soll europaweit Anziehungskraft entfalten, Menschen neugierig machen auf Chemnitz und zugleich dem Zusammenwirken von Kultur, Bildung und Stadtentwicklung eine neue Qualität verleihen.

Entscheidend ist, dass die Ideen nachhaltige Wirkung entfalten. Mindestens genauso wichtig wie das Veranstaltungsprogramm ist der gemeinsame Bewerbungsprozess und das, was nach 2025 bleibt.“